Gespeichert von rosa am So., 31.07.2022 - 12:22
Der Rotklee

Trifolium pratense

CHRISTINE HENKEL beschreibt den wohlfühlaspekt des ROTKLEES!

 

 
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Rotklee
 

 

In letzter Zeit begegnet mir immer wieder der Rotklee mit seinen schönen Blüten und es ist mir ein Bedürfnis darüber zu schreiben:
Jetzt ist Sammelzeit und es werden die Blütenköpfe abgenommen.
Beim Sammeln wie immer beachten: ungedüngte Wiesen, wenig befahrene und „belaufene“ Wegränder und nur so viel, dass der nachkommende gar nicht merkt, dass hier schon jemand gesammelt hat.
Man kann ihn während der Sommermonate laufend in die Ernährung mit einbeziehen. Dies gilt für die süßen Blüten genauso wie für junge Blättchen. Sie ergänzen Salate,  passen in Brotaufstriche Suppen und Gemüsezubereitungen.

Eigenschaften:

  • Entzündungshemmend und erweichend in der äußerlichen Anwendung als Auflage bei Drüsenverhärtungen, Furunkeln, Unterschenkelgeschwüren, Ekzemen und anderen chronischen Hauterkrankungen
  • Östrogenwirksam bei Wechseljahresbeschwerden und in der Förderung von Eireifung und Eisprung
  • Krebsfeindlich
  • verjüngend und blutreinigend
  • hemmt den Knochenabbau

Bei beiden Wiesenkleearten kommen ähnliche Wirkstoffe vor wie im Soja. Sogenannte Isoflavone, die als Pflanzenhormone (Phytoöstrogene) in den letzten Jahren gewisse Bekanntheit erlangt haben.
In Untersuchungen erwiesen sich die Phytoöstrogene des Rotklees als krebsfeindlich. Sie hemmen das Wachstum von hormonabhängigen Krebszellen und wirken daher einem Brust-, Prostata- und Gebärmutterkrebs entgegen.
Außerdem steigern die östrogenartig wirksamen Isoflavone in den Wechseljahren das allgemeine Wohlbefinden, verbessern eine bestehende Scheidentrockenheit und beugen dem Knochenabbau vor.
Innerlich wie äußerlich angewandt, wirken die Rotkleeblüten verjüngend auf die Haut. Daher werden Extrakte oder Ölauszüge vom Rotklee seit langem in Anti-Aging-Cremes eingearbeitet und finden sich auch in Haarpflegeprodukten.

Tee:
4 TL Blüten mit
? l kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen

Man trinkt bis zu 4 Tassen pro Tag kurmäßig. Die gesamte Tagesmenge (1L) kann auf einmal hergestellt werden.

In der Volksmedizin wird der Teeaufguß zur Blutreinigung, als Entzündungshemmer und als Stimulanz getrunken.
Der Tee aus den Blüten kann bei Bronchialleiden, Weißfluß und Augenleiden genommen werden.
Für eine Entschlackungskur den Tee über 4 Wochen hinweg nehmen.

 

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